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hundeschau

Alles nur Show?
Bei Hundeausstellungen geht es nicht um eine persönliche Einschätzung, ob ein Hund "schön" ist. Auf diesen Veranstaltungen wird beurteilt, ob das Exterieur (die äußere Erscheinung) und das Wesen eines Rassehundes dem Standard - d.h. dem Idealbild der Rasse - entsprechen, bzw. ob Übereinstimmungen bestehen.


Internationale Standards von Hunderassen werden von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) auf der Basis des jeweiligen Rassestandards des Ursprungslandes oder des Patronatslandes der jeweiligen Hunderasse genehmigt und herausgegeben. Wie ein optimaler Gordon Setter auszusehen hat, kann es >HIER< nachlesen.

Bei Hundeausstellungen vergleichen  qualifizierte Richter die äußeren Merkmale eines Rassehundes mit dem Standard seiner Rasse. Beurteilt werden beispielsweise Größe, Zahnanlage, Kopfform, Augen- und Fellfarbe, Fellstruktur und –länge, Ohransatz und –länge,  Winkelungen der Gliedmaßen, Brusttiefe, Rutenansatz. Bewegungsablauf, Verhalten und vieles mehr.

hundeausstellung

Besitzt der Hund viele Übereinstimmungen mit dem Standard seiner Rasse, so wird er ein sog. "hervorragender Vertreter seiner Rasse" sein. Gibt es Abweichungen, bzw. hat der Hund nicht oder wenig Übereinstimmungen mit dem Standard, so wird er entsprechend eingestuft.
    
Vor diesem Hintergrund sind Hundeausstellungen ein wichtiger Baustein für die Zuchtauslese.
Zum einen wird hierbei festgestellt, ob Verpaarungen zwischen Hunden im Sinne der Rassekonformität gelungen sind. Zum anderen machen sie denjenigen Hund, der dem Standard möglichst nahekommt, zu einem wertvollen Zuchtkandidaten.

Da das äußere Erscheinungsbild in den Genen des Hundes verankert ist, geht man davon aus, dass ein typvoller Rassevertreter seine äußeren Merkmale beim Zuchteinsatz an seine Nachkommen weitergeben kann und somit zum Fortbestand von typischen und möglichst idealen äußeren Merkmalen einer Rasse beiträgt.


Grundzüge von Hundeausstellungen

Wer mit seinem Rassehund an einer FCI-/VDH-Ausstellung teilnehmen möchte, muss gültige und anerkannte Ahnentafeln oder Registerpapiere des Hundes vorlegen können. Der Hund muss außerdem eine gültige Tollwut-Impfung besitzen und Rüden sollte nicht kastriert sein.

Es gibt verschiedene Klassen, in denen ein Hund starten kann: Jüngsten-, Jugend-, Zwischen-, Offene-, Gebrauchshunde-, Champion-, Ehren- und Veteranen-Klasse. Welcher Hund in welcher Klasse starten kann, hängt vom Alter des Hundes, von absolvierten Prüfungen und/oder von erreichten Ausstellungsergebnissen ab.

setterausstellung
    
Hündinnen und Rüden starten getrennt voneinander in den entsprechenden Klassen. Jede Klasse wird von einem Richter getrennt beurteilt. Für diese Beurteilung sollten die Hunde entsprechend präsentiert werden:

Um das Gebäude eines Hundes so gut als möglich beurteilen zu können, sollte er in einer bestimmten Pose aufgebaut werden; um das Gangwerk einzuschätzen, wird das flotte Traben durch den Ring gefordert. Darüber hinaus schaut der Richter jedem Hund in den Fang, um den Zahnstatus und die Kieferstellung festzustellen. Je nachdem, wie sich der Hund während dieser Vorführung insgesamt zeigt, können Rückschlüsse auf sein Wesen gezogen werden.

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Der Richter macht sich anhand der Präsentation ein Gesamtbild des vorgeführten Hundes und vergleicht es im Geiste mit dem Standard der Rasse. Hiernach fällt er seine Beurteilung. Es gibt Bewertungen wie "Vorzüglich", "Sehr gut", "Gut", "Disqualifiziert" und "ohne Bewertung". Außerdem werden die Hunde platziert, d.h. es werden die Plätze 1-4 vergeben, sofern mindestens die Formwertnote "sehr gut" erreicht wurde. Je nach Art der Ausstellung besteht die Möglichkeit, neben diesen Formwertnoten auch Titel und Titel-Anwartschaften zu erreichen.

Weitere Details bieten die Seiten des Gordon Setter Clubs Deutschland:
 
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