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Reiseberichte

Jagd-WM 2013

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Eine ganz besondere Veranstaltung steht vor der Tür: die Jagd-Weltmeisterschaft 2013 in Nin (Kroatien).

EU-Championat 2012

gordon setter gruppe

Drei Wochen Training, Prüfungen und das Europa-Championat für Gordon Setter in Frankreich - da kann man einiges erzählen...

Training in Kroatien

vorstehen setter

Für eine Woche mal eben 1.400 km nach Kroatien zum Trainieren? Klar doch! ... und darüber haben wir Tagebuch geführt.

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Die Eröffnung (24.10.2013)

Heute wurde die 35. Jagd-Weltmeisterschaft offiziell eröffnet.

Mittags war gemeinsame Abfahrt aller Beteiligten quer durch die Großstadt Zadar bis zum Sammelpunkt in der Nähe der Altstadt, die direkt am Meer liegt. Hier wurden die einzelnen Nationen, bzw. Mannschaften, die an der WM teilnehmen, vorgestellt. Insgesamt nehmen Hundeführer aus 24 verschiedenen Ländern an diesem internationalem Event teil (Angaben ohne Gewähr).

Impressionen dieses Tages:
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Team Germany:

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2. Tag – Mannschaftswertung (25.10.2013)

Es geht los! Heute starten sowohl britische als auch kontinentale Vorstehhunde. Deutschland stellt keine Mannschaft mit kontinentalen Hunden, dafür aber eine vollzählige Mannschaft mit britischen Vorstehhunden.

Die deutschen Teilnehmer sind folgendermaßen eingeteilt:

Gruppe 1 (insgesamt 15 Paare,d.h. 30 Hunde)
Ronni Stelter mit der Gordon Hündin Piper und
Petra Labarre mit der Pointer Hündin Decka

Gruppe 2 (insgesamt 16 Paare, d.h. 32 Hunde)
Carsten Röhre mit dem English Setter Rüden Yellow und
ich mit meiner Gordon Hündin Darci

Der Tag beginnt mit Nebel. Rechtzeitig zu Veranstaltungs-Beginn macht sich Nervosität bei mir bemerkbar, doch ich schaffe es unfallfrei und ohne etwas zu vergessen zum gemeinsamen Treffpunkt. Dieser ist für alle Teilnehmer der Parkplatz einer großen Hotelanlage; in diesem Komplex ist für die Dauer der Veranstaltung auch das Büro des WM-Komitees untergebracht, das zentral alle organisatorischen Dinge der WM regelt. Hier heißt zunächst einmal Warten.

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Unsere Gruppe hat ein Gelände zugewiesen bekommen, das ca. 30 km entfernt von Zadar liegt. Ein ganz schöner Akt (oder soll ich besser sagen Chaos?), die vielen Autos der Teilnehmer passend zusammenzustellen und dann auch noch im Konvoi gemeinsam ans Ziel zu bringen. Es ist auch nicht wirklich hilfreich, dass der Revierführer vornweg rast und wenig Rücksicht darauf nimmt, ob alle folgen können. Doch ich trete aufs Gas und erstaunlicherweise geht niemand verloren.

Als wir ankommen, erwartet und das allgemein verbreitete Altgrasgelände, durchsetzt mit Buschwerk. Der Bewuchs ist sehr nass vom morgendlichen Tau und vom Nebel. ‚Na, das kann ja lustig werden', denke ich mir – bekanntlich lieben Rebhühner trockene Unterstände, lockeren Boden und Sonne. Doch diese lässt sich am Vormittag kaum blicken; dafür steigen die Temperaturen und es ist drückend und warm. Die Windverhältnisse sind zunächst lau.

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Leider ist es nicht möglich, die Hunde der anderen Teilnehmer (der anderen Nationen) arbeiten zu sehen – der Bewuchs ist zu hoch. Die ersten 3 Paare kommen jedoch fast alle recht schnell von ihrem Gang zurück und zu meiner Überraschung erfahre ich, dass sie Wildkontakt hatten – die meisten hatten das Pech, nicht nur eine Kette, sondern 2 oder gar 3 anzutreffen, an denen sich ihre Hunde eliminiert haben. Upps ... damit hätte ich unter den genannten Bedingungen nicht unbedingt gerechnet.

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Das ein oder andere Paar hingegen hat kein Suchenglück und findet kein Wild. Kommt trotz dem Wildreichtum in dieser Gegend vor, doch keiner der Führer beklagt sich. Die meisten zucken lediglich mit der Schulter und machen die Bemerkung "kein Wild" - das war's ...

Was auch vorkommt: Hunde, die sich platzieren (d.h. sie finden erfolgreich Hühner, stehen sie vor, prellen auch nicht nach, als der Schuss fällt (die Hühner werden nicht geschossen)), doch als sie dann einen Kaltapport ausführen sollen, sind sie nicht bereit, zu apportieren. Ich bin ein wenig überrascht, denn eigentlich ging ich davon aus, dass ein Hund, der auf einer Jagd-WM startet, zumindest das können sollte...

Aber offenbar gilt hier: andere Länder, andere Sitten. Die Stimmung in der Truppe ist freundlich-entspannt.



Darci und ich sind erst gegen 14.00 Uhr an der Reihe; unser Partner ist ein English Setter, der von einer Tschechin geführt wird. Rechtzeitig zu Suchenbeginn kommt zwischen den Wolken die Sonne hervor und den Hunden hängt schon die Zunge, als wir sie noch am Band noch etliche Meter bis zum Startpunkt führen müssen. Zumindest weht der Wind passabel.

Darci beginnt schwungvoll und kommt schon in der 5. Minute zum Vorstehen. Ich nehme die Beine in die Hand, um rechtzeitig bei ihr zu sein und einer der Schützen schließt sich mir an, um im Fall der Fälle schießen zu können. Doch Fehlalarm: als ich mit Darci etliche Meter nachziehe, lässt sich weder Rebhuhn noch Fasan blicken. Die Hunde werden neu angesetzt und Darci zieht es kräftig in die Tiefe. Sie kommt einige Schleifen weiter vorn wieder zum Vorstehen. Das gleiche Spiel, leider mit dem gleichen Resultat.

Mir schwant, dass da irgendein Federvieh vor uns herrennt. Kurz und gut: wir schnallen die Hunde erneut und .... ja, Darci steht erneut vor. Wieder geht kein Wild heraus. Das wars somit: unser Einsatz ist beendet, wir sind eliminiert, weil der Hund (Darci) 3 x leer vorgestanden hat. Es ist für mich nur ein schwacher Trost, dass im nachfolgenden Gang die beiden Hunde ebenfalls jeder einmal durch ein Vorstehen anzeigen, dass es hier nach Huhn oder Fasan duftet – mein Hund ist raus.

Schade.



Meinem Mannschaftskollegen mit Yellow geht es leider auch nicht besser. Sie bekommen ein sehr unübersichtliches Geländestück zugewiesen, starten dann auch noch mit Nackenwind und beenden den Gang ohne Wildkontakt.

Die Hunde, die nach ihnen mit der Suche beginnen - dort, wo Yellow und sein Partner aufgehört haben - finden innerhalb von 2 Minuten eine Kette Hühner. Hätte Yellow noch 200 Meter weiter suchen dürfen, dann...  aber hätte, wäre, sollte, könnte – alle Überlegungen sind müßig, wir haben keine Ergebnisse für die deutsche Mannschaft einfahren können.


Es erreicht uns dann jedoch die telefonische Nachricht, dass sich in der anderen Gruppe Ronni mit ihrer Gordon Hündin Piper mit einem Trés Bon platziert hat *Hurra*, *Jubel*, *Freu*!!! Das habt ihr gut gemacht!

Ebenso erfahren wir, dass in dieser Gruppe ein Gordon Setter, der für Frankreich startet, das 1. Exc. mit dem CACIT gewonnen hat: Crumble du Grand Valy.

Da auf der gesamten WM gerade mal 5 Gordon Setter starten (davon kommen 4 aus Deutschland), freut mich als Gordon-Fan diese Nachricht. Wenn britische Vostehhunde auf internationalen Wettbewerben geführt werden, sieht man fast ausschließlich English Setter und Pointer. Irish Setter oder Gordon Setter sind da schon eine Ausnahme.

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Der nächste Tag ist für mich und meine Mädi ein Ruhetag, weil hier die St. Hubert stattfindet. Als deutsche Teilnehmer starten Ronni mit der Gordon Hündin Ondra und Ulla mit der Gr. Münsterländer Hündin Bonna für die Damen und Bernhard mit dem Gordon Rüden William-Wallace für die Herren.


3. Tag – St. Hubert (26.10.2013)

münsterländerHeute steht die praktische Jagd mit dem Hund im Mittelpunkt. Gewertet wird neben der  Leistung des Hundes auch die Leistung bzw. das jagdliche Brauchtum des jeweiligen Hundeführers (Jägers).

Die deutschen Teilnehmer sind in verschiedenen Gruppen (getrennt in Herren und Damen) á 6-7 Jäger eingeteilt. Für Ulla und ihre Große Münsterländerhündin Bonna ist es eine Premiere, während sich Bernhard als alter Hase mit dem Bedingungen auf einer WM sehr gut auskennt.

Ich entschließe mich, die Gruppe um Ronni zu begleiten um zuzuschauen. Wir fahren den gleichen Revierteil an, in dem ich am Vortag unterwegs war.

Dichter Nebel behindert die Sicht, so dass sich der Start der Teilnehmerinnen um ca. 1 Stunde verschiebt.

Erneut ist es so, dass man vom Feldrand aus fast keine Sicht auf das Geschehen hat und wartet, bis Jägerin, Hund, Richter und Revierführer zurückkommen und man dann erfährt, wie es ihnen ergangen ist.


Dann jedoch ergibt sich geländebedingt die Gelegenheit, einen Gang vom Feldrand aus gut mitzuverfolgen: als die Tschechin Vladimira mit ihrem English Setter "Fino Vis Tranquilla" unterwegs ist.


Eine ganz coole Socke, die äußerst ruhig und ohne erkennbare Aufregung startet und ihren Hund mit leisen Gesten und nur ganz wenigen Anweisungen auf dem Gelände führt. Für die zahlreichen Zuschauer gut sichtbar kommt der Setter mitten in der Altgrasfläche zum Vorstehen; die Jägerin tritt mit Bedacht an den Hund heran, der Fasan steigt auf, ein Schuss, ein Treffer. Sauber erlegt!

Der Setter wird zum Apport geschickt und bringt das Wild umgehend zu seiner Führerin. Das war eine tolle Vorstellung – die praktische Jagd mit einem englischen Vorstehhund, wie sie besser nicht sein kann.

Später wird sich herausstellen, dass dies der Meistergang war, denn diese Jägerin – Dvorakova Vladimira (CZ) – wird Jagd-Weltmeisterin St. Hubert bei den Damen.

Als Ronni startet, wissen wir das natürlich noch nicht. Ich nutze die Möglichkeit, dem Richtergespann als Zuschauerin zu folgen. Interessanterweise haben auch andere Leute die gleiche Idee, so dass letztendlich neben der Schützin mit ihrem Hund, den zwei Richtern und dem Revierführer auch noch ca. 10 Zuschauer mit im Feld unterwegs sind. Reichlich Leute demnach, doch man hört keinen Laut, jeder ist still, um die Jägerin und ihren Hund nicht zu stören.

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Ich hätte nie gedacht, dass das Zuschauen so spannend sein kann. Sobald Ondra zum Vorstehen kommt, halte ich unwillkürlich die Luft an und bete, dass doch da bitte, bitte, bitte ein Fasan nun so passend aufsteigen möge, damit Ronni ihn erlegen kann. Ich halte ganz fest die Daumen und fiebere mit, doch es nutzt nichts.

RonniObwohl Ondra mehrmaliges erfolgreiches Vorstehen sowohl an verschiedenen Fasanen als auch einmal an einer Kette Hühner zeigen kann, ist es situationsbedingt der Schützin nicht vergönnt, das Wild zu erlegen. Oh Mann! So ein Pech!

In dieser Prüfung kann zwar niemand durchfallen, es werden jedoch für diverse Fächer Punkte vergeben und für das Fach "Beute machen" (ich nenne das mal hier so lax), gibt es nun mal sehr viele Punkte – und die fehlen in diesem Fall.

Aus der anderen Gruppe erreicht uns die Nachricht, dass die Deutschen Teilnehmer ebenfalls kein Glück hatten. Ulla verfehlt einen Fasan, Bernhard hat in seinem Gang kein Wild.

Den Abschluss des Tages bildet eine "Barrage", d.h. ein Stechen zwischen den zwei Erstplatzierten aus den verschiedenen Gruppen um Platz 1 und dann noch zwischen den Drittplatzierten um Platz 3. Zahlreiche Zuschauer verfolgen aufmerksam und interessiert das Geschehen, v.a. als die Vertreterin aus Tschechien und die Vertreterin aus San Marino ihren Parcour absolvieren; es geht immerhin um den Titel "Jagd-Weltmeisterin St. Hubert".

Austragungsort ist ein großflächiges Brachgelände, das mit dichtem Buschwerk durchsetzt ist. Im Hintergrund das Meer und die Berge, das Ganze von der warmen Abendsonne beschienen – ein wunderschöner Anblick und die passende Kulisse für eine WM.




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Am Ende des Tages ergibt sich folgendes Ergebnis für die St. Hubert Damen:

Einzelwertung

1. Platz: Dvorakova Vladimira (Czech Rep)
2. Platz: Stacchini Silvia (San Marino)
3. Platz: Gobbi Paola (Italy)

Teamwertung

1. Platz: Italy
2. Platz: Czech Rep
3. Platz: France


4. Tag – Mannschaftswertung (27.10.2013)

Der letzte Tag bricht an. So langsam bekommen wir alle Routine, was Treffpunkt und Abfahrt angeht. Die Gruppen formieren sich schneller und es sieht nicht mehr ganz so chaotisch aus, wenn die Corona in die Reviere abrückt.

Die Teilnehmer in den Gruppen bleiben die gleichen, sie wechseln jedoch das Gelände und die Richter. Wir sind heute an "den Antennen": ein großräumiges Gelände, in dem die Hunde sich in ihrer Suche ausbreiten können.

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Die Bedingungen sind heute leider unglücklich: keine Sonne, kein Wind und als er dann schließlich am Vormittag geringfügig auflebt, dreht er ständig. Erst gegen Nachmittag wird er etwas konstanter.

Erneut haben Darci und ich die Startnummer 12. Dies bedeutet, dass wir lange warten müssen, bis wir an der Reihe sind. Insgesamt starten heute wieder 16 Paare in der Gruppe und es wird ein langer Tag. Darci und ich haben einen English Setter zugelost bekommen, der für Kroatien startet.

Die Richterin begrüßt uns freundlich mit Handschlag und gibt uns unser Suchengelände frei: niedrige Maisstoppeln, gefolgt von einem Grünschlag und weiter voraus lichtes Altgras. Alles schön flach und übersichtlich und so gar nicht das Gelände, in dem wir die ganze Zeit trainiert haben.

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Darci startet mit einer Schleife nach rechts und wendet an der kleinen Hecke gleich mal falsch *mehr-Konzentration-bitte*. Die erste Minute ist gerade mal abgelaufen, als sie zu einem Vorstehen kommt. Der English Setter stellt sich neben sie, der Führer ist fair, leint seinen Hund an, so dass ich kann mit Darci nachziehen kann. Kein Wild.
Es geht weiter und schon wieder wendet Darci rechterhand falsch. Außerdem reagiert sie auf die Pfeife des anderen Führers und wendet sofort, wenn er seinen Hund dirigiert. Ich bin irritiert - das kenne ich gar nicht von meinem Mädi…

Kurze Zeit später kommt der English Setter ca. 100m vor uns zum Vorstehen; Darci befindet sich auf der rechten Seite des Feldes und zeigt ihrerseits fast zeitgleich ebenfalls ein eindeutiges Vorstehen. Ich bin angespannt: werden nun Hühner fliegen oder ist das ein Vorstehen ohne Resultat?

apportAuf meinem Weg zum Hund sehe ich, dass der English Setter sein Vorstehen aufgibt und der Führer ihn anleint. Offensichtlich kein Wild. Als ich bei Darci ankomme, ziehen wir zügig nach – nichts tut sich. Noch ein Schritt – kein Rebhuhn zu sehen. Ein weiterer Schritt -  und dann …. ca. 20 Meter vor uns steigt eine Kette Hühner auf. Sie fliegen, fliegen und fliegen … und es fällt kein Schuß!!! Erst als ich Richtung Schütze rufe, reagiert dieser und schießt in die Luft (hinterher sagt er mir, dass ihm die Sicht durch die kleine Hecke versperrt war). Uff, das wäre geschafft.

Als wir zu den Richtern zurückkehren, wird sofort der Kaltapport durchgeführt. Das klappt mit Darci einwandfrei und ich gehe mit etwas gemischten Gefühlen zum Auto zurück. Irgendwie hat die Hündin in ihrer Suche nicht das gezeigt, was ich von ihr gewohnt bin.

Spät am Nachmittag ist noch der Wasserapport abzulsolvieren. Er findet an einem kleinen Teich statt, der im Durchmesser ca. 30 Meter hat. Wie bei internationalen Wettbewerben üblich, wird eine tote Ente sichtig für den Hund ins Wasser geworfen, dabei in die Luft geschossen und der Hund soll anschließend die Ente dem Führer bringen. Liest sich einfach (sofern der Hund im Apport tatsächlich durchgearbeitet ist), erweist sich jedoch für den ein oder anderen, der sich heute platziert hat, als schwierige Aufgabe.

Ich habe für mein Empfinden an diesem Wasserloch lediglich 2 Hunde korrekt apportieren gesehen und kann guten Gewissens sagen: einer davon war meiner. Die Richterin, die unmittelbar hinter mir steht, sagt, als Darci ihre Arbeit beendet hat: „das ist ein deutscher Apport“. Was sie damit meint, kann ich sehen, als andere Hunde die tote Ente apportieren sollen: der ein oder andere Führer hat große Mühe, seinen Hund ins Wasser zu bekommen und als dieser dann (nach vielem Rufen, Schreien, Pfeifen, Trillern e-n-d-l-i-c-h!!!!) im Wasser ist, die Ente greift, seinem Besitzer bringt, klatscht er sie ihm vor die Füße. Einen ordnungsgemäßen Apport stelle ich mir anders vor. Aber das ist wohl persönlicher Anspruch.

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Das Ergebnis für unsere Arbeit lautet am Ende des Tages: Trés bon.

Ein nettes Resultat und das Schönste daran sind die herzlichen Glückwünsche meiner Mannschaftkameraden.  Leider schafft es kein weiterer Hund aus unserem deutschen Team sich zu platzieren. Piper hat kein Wild, Yellow ist eliminiert, weil sein Partner Wild geworfen hat und Deka hat nicht sekundiert. Ich hätte es jedem von ihnen vom Herzen gegönnt, sich zu platzieren, um dadurch die deutsche Mannschaft weiter nach vorn zu bringen.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse für die deutsche Mannschaft sieht am Ende der WM so aus:

Ronni Stelter mit der Gordon Hündin Piper - Trés bon
Lidija Vida mit der Gordon Hündin Darci - Trés bon

Insgesamt waren Mannschaften (mit britischen Vorstehhunden) aus 15 Nationen an den Start gegangen. Das deutsche Team erringt mit der o.g. Platzierung immerhin den 5. Rang.

Nationenwertung:

1. Italien
2. Schweiz
3. Frankreich
4. Schweden
5. Deutschland

Gar nicht übel ...


Abschluss

Es ist an der Zeit, dieses Tagebuch zu schließen. Ich tue es nur widerstrebend, denn die vergangenen Tage vor und während der WM waren wunderbar. Ich wäre zu gern noch länger geblieben. Nach Hause nehme ich viele bunte Eindrücke mit und vor meinem geistigen Auge sehe ich immer noch meine Gordons in der warmen Sonne Kroatiens über die Felder fliegen, auf der Suche nach Rebhuhn & Co.

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