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Reiseberichte

Jagd-WM 2013

jagd-wm 2013

Eine ganz besondere Veranstaltung steht vor der Tür: die Jagd-Weltmeisterschaft 2013 in Nin (Kroatien).

EU-Championat 2012

gordon setter gruppe

Drei Wochen Training, Prüfungen und das Europa-Championat für Gordon Setter in Frankreich - da kann man einiges erzählen...

Training in Kroatien

vorstehen setter

Für eine Woche mal eben 1.400 km nach Kroatien zum Trainieren? Klar doch! ... und darüber haben wir Tagebuch geführt.

Beitragsseiten


Ich bin wieder zurück an der Mittelmeerküste. Hinter mit liegen fünf wunderbare Tage praktischer Fasanenjagd.

Das Ganze fand ca. 100 km von Zagreb entfernt statt. Unsere Unterkunft ist einer Erwähnung würdig, denn sie ist ganz auf den Geschmack von Jägern eingestellt: Die Wände des Restaurants mit Geweihen und präparierten Tieren dekoriert, das Gästehaus rustikal, naturverbunden und malerisch von Bäumen umsäumt in einem 50-Seelen-Dorf gelegen.

Die Natur-Nähe führte allerdings auch dazu, dass sich hier nicht nur – wie erhofft – zahlreiche Fasane, Rebhühner und Wachteln in der Umgebung fanden, sondern sich leider auch eine bestimmte Wanzenart in unseren Zimmern tummelte. Ich bin zwar tierlieb, aber der Anblick der krabbelnden Insekten in meinem Bett, auf meinen Koffern und Kleidern war schon ein wenig "gewöhnungsbedürftig"…

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Für einige Tage hielten wir die Unterkunfts-Bedingungen aus, indem ich einfach nicht so ganz genau hinschaute... Gott-sei-Dank waren die Tierchen trotz Massenvorkommen harmlos.

Das Gelände in dieser Landesecke war anders strukturiert, als unser bisheriges Trainings-Terrain. Es fanden sich zahlreiche kleine Bauernhöfe und kleine Feldwirtschaften;  auf vielen Parzellen stand noch teilweise der Mais, der allerdings - im Gegensatz zu Deutschlands Maisanpflanzungen - großteils recht licht war, so dass man durchaus mit dem Hund hindurchgehen konnte.

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Dazwischen gab es zahlreiches Brachgelände, auf dem z.T. schulterhohes Altggras wuchs. Hecken, die von Bäumen und Büschen mit darunterliegendem Dornengewächs gebildet wurden, rundeten das Bild ab.

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Das Vorkommen von Fasanen in dieser Gegend war tatsächlich außergewöhnlich. Bereits morgens hörte man Fasane rufen und wenn man sich in das Suchengelände begab, liefen die Tiere sichtig am Straßenrand umher. Es war nicht ungewöhnlich, dass aus einem Buschwerk 15-20 Fasane aufstiegen.

achtung fasanHier hatte das Straßenschild "Achtung – Fasane kreuzen" tatsächlich seine Berechtigung.

Ich brauchte 2 Tage, um mich auf die neue Situation einzustellen. Überall wimmelte es geradezu vor Fasanen, jedoch machte die dichte Vegetation es anfänglich unmöglich, korrekt mit meinen Hunden zu arbeiten. In dem dichten Bewuchs konnte ich weder Darci noch Tiia sehen, wusste nicht, wo sie sich befanden, noch ob sie vorstanden oder gar die Fasane herausstießen.

Schließlich band ich meinen Mädels in allen Gängen ein Glöckchen um, in der Hoffnung, sie rechtzeitig in Vorstehposition zu finden, wenn das Geläut verstummte.

In den ersten Tagen gelang mir dies nicht immer, doch nach Wechsel des Geländes kamen wir auch in einige Abschnitte, die übersichtlicher waren, so dass ich schneller die Hunde erreichen konnte, wenn sie tiefgeduckt einen Fasan anzeigten.

Es war jedes Mal ein spannender Augenblick für mich, wenn ich an den vorstehenden Hund herantrat, mit ihm nachzog und dann ein Fasan mit lauten Getöse aufstieg. Wurde der Vogel zur Strecke gebracht, durften die Hunde ihn apportieren. In manchen Fällen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, wenn der Fasan sich tief in das dornige Gestrüpp eingeschoben hatte und die Hunde ihn herausarbeiten mussten.

Darci war anfänglich sehr konzentriert bei der Sache, sehr gehorsam und arbeitete sehr souverän. Im Verlauf der Tage wurde sie ein wenig schusshitzig und ich musste ihr hier und da klarmachen, dass der Flintenschuss nicht das Signal zum Hetzen ist.

Für Tiia war diese praktische Jagd Neuland und ich merkte der jungen Hündin an, dass auch sie sich erst einmal auf den dichten Bewuchs einstellen musste. Zog es sie anfänglich noch in die offenen Bereiche (weil sie hier schneller rennen konnte), war sie nach einigen Tagen bereit, die Hecken und das dichte Buschwerk anzunehmen, weil sie begriff,  dass hier das Wild saß.

So gelangen ihr in den letzten Trainingstagen sehr schöne Vorstehaktionen und auch der Apport wurde zunehmend besser und sicherer. Insgesamt kann ich notieren: wir haben (Dank unserer sicheren Schützin Ronni) Beute gemacht.

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Viel zu schnell vergingen die Tage mit unseren Hundefreunden. Schön wars: nette Gesellschaft, traumhaft schönes, sonniges Wetter mit Temperaturen um die 24°C und dazu die Arbeit mit den Hunden - einfach super!

Doch so langsam naht nun das Ereignis, auf das wir die ganze Zeit hintrainiert haben: die Jagd-Weltmeisterschaft.

Ob das viele Training was genutzt hat? Die Spannung stiegt ...


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