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Reiseberichte

Jagd-WM 2013

jagd-wm 2013

Eine ganz besondere Veranstaltung steht vor der Tür: die Jagd-Weltmeisterschaft 2013 in Nin (Kroatien).

EU-Championat 2012

gordon setter gruppe

Drei Wochen Training, Prüfungen und das Europa-Championat für Gordon Setter in Frankreich - da kann man einiges erzählen...

Training in Kroatien

vorstehen setter

Für eine Woche mal eben 1.400 km nach Kroatien zum Trainieren? Klar doch! ... und darüber haben wir Tagebuch geführt.

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Ein wahrlich genialer Trainingsabschnitt nähert sich seinem Ende. Morgen wechseln wir das Revier und fahren in ein ca. 400 km entferntes Gelände, wo es möglich ist, mit den Hunden auf Fasanenjagd zu gehen.

Das Wetter war unbeständig. Oftmals war es bewölkt und regnerisch bei Temperaturen um die 18-20°C. Zeigte sich zwischendurch die Sonne, wurde es sogleich recht warm – an manchen Tagen zu warm für die Hunde, die nun auch von der Arbeit ein wenig müde sind. Wir legten deshalb zwischendurch gelegentlich einen halben Tag Trainingspause ein, fuhren ein wenig an der Küste entlang und ließen die Hunde am Strand laufen.

  • Strandansichten
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Ansonsten waren unsere Trainings-Tage gut strukturiert:

7.15 Uhr Aufstehen, mit den Hunden an den Strand zum kleinen Gassi-Gang,
8.00 Uhr Frühstück,
9.00 Uhr Abfahrt ins Revier,
gegen 13.00 Uhr Mittagessen,
am Nachmittag erneut ins Revier,
um 20.00 Uhr gab  es Abendessen.


küste


Die Rahmenbedingungen waren demnach fast immer gleich, die Erlebnisse im Revier hingegen unterschiedlich. Es gab Situationen und Augenblicke, die so toll sind, dass ich sie  nicht in Worte fassen kann.

Wie soll ich es beschreiben, wenn meine kleine wilde Tiia in rasantem Tempo durch das Altgras pflügt, in einer Drehung einen Hauch Witterung erhascht, wie festgenagelt plötzlich vorsteht und noch keine 5 Sekunden später unmittelbar vor ihr ein Kette Hühner rausgeht?

gordon setter vorstehen


Oder wie soll ich die Spannung vermitteln, wenn Darci vorsichtig durch das Gelände schleicht, um dann schlussendlich einen Fasan dazu zu veranlassen, mit lautem "go-gock" abzustreichen? Das sind einfach schöne Erlebnisse mit dem Hund.

Die Arbeit mit meinen Hunden in diesem wilden, natürlichen Gelände und das zahlreiche Vorkommen von Federwild war super und sucht seinesgleichen.

rebhühner

Neben zahlreichen Situationen, in denen Darci oder Tiia wunderschönes Vorstehen zeigen konnten, durchstanden, wir gemeinsam nachzogen und Fasane oder Rebhühner vor uns hochingen, gab es auch selbstverständlich auch Situationen, die nicht so einfach zu bewältigen waren.

So waren beispielsweise die Fasane schwierig festzumachen. In manchen Fällen dauerte es einfach zu lange, bis ich – durch den dichten Bewuchs behindert – den vorstehenden Hund (Darci oder Tiia) erreichen konnte, so dass der Fasan in vielen Fällen auf und davongerannt war.

vorstehen setter

Bei einer Gelegenheit sah ich beispielsweise Tiia vorstehen und unser gemeinsames Nachziehen ähnelte eher einem Wettrennen, um den Fasan der vor uns herrannte hochzumachen. Es war phänomenal zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit ein Fasan laufen kann – es war uns in dieser Situation nicht möglich, ihn dazu zu bewegen, aufzusteigen.

Die Rebhühner hingegen stiegen immer sehr frühzeitig auf. Die geringste Beunruhigung veranlasste die Tiere, davonzufliegen, ohne dass der Hund die Gelegenheit bekam, sie anzuzeigen. Umso erstaunlicher war es, dass die Hunde teils auf große Entfernung die scheuen Tiere wittern und dann auch noch vorstehen konnten.

  • Kroatien-2013-h-1938
  • Kroatien-2013-h-1961
  • Kroatien-2013-h-1991
  • Kroatien-2013-h-1992

Außerdem gab es hier auch noch wilde Wachteln zu finden, doch lediglich Darci war in der Lage, sie einwandfrei zu punkten – die kleinen Vögelchen geben wenig Witterung ab, kommen einzeln vor und drücken sich sehr tief in den Bewuchs. Es war in allen Fällen für mich ein besonderes Erlebnis, wenn eine Wachtel aufstieg und pfeilschnell das Weite suchte.

Zweifelsohne hat die junge Irish Setter Hündin Bones am meisten von diesen Tagen profitiert. Ihr ist die Entwicklung, die sie aufgrund der Erfahrungen, die sie in diesem wildreichen Revier sammeln konnte, am deutlichsten anzumerken. Ging sie anfänglich noch verspielt durch das Gelände, zeigt sie nun eine ernsthafte Suche. Es gelang uns sehr häufig, sie an Federwild zu bringen, an einem Tag hatte sie neben Fasanen, Rebhühnern und einer Wachtel auch Hasenkontakt. Und kurioserweise war es ihr sogar gelungen, einen kranken Fasan zu fangen. Das motiviert!

fasan gefangen

Am Rande des eigentlichen Trainingsgeschehens gab es noch eine Begegnung, die ich hier auch noch festhalten möchte: Am Strand sprach mich eine nette Spaziergängerin an und bot mir ihren ca. 6-8 Monate alten English-Setter-Mischling an. Sie selbst hatte ihn halbverhungert auf der Straße aufgelesen. Die junge Hündin ist recht scheu und lässt sich weder von Fremden noch von Männern anfassen – vermutlich wurde sie ausgesetzt und hat in ihrem jungen Leben nicht allzu viel Gutes erlebt. Falls sie jemand haben möchte … sie ist abzugeben!

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Ich bin schon ein wenig traurig, diese Gegend hier zu verlassen - und bin doch gespannt, wie es im nächsten Revier werden wird!


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