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Die Field Trials in Thüringen rund um Bad Tennstedt und Westhausen - veranstaltet durch den Gordon und English Setter Club Deutschland e.V. - stehen mittlerweile alljährlich auf unserem Prüfungsprogramm. Gemeldet hatte ich meine Gordon Hündin May, Akira (Bes. A. Kalklesch) und den jungen Irish Setter Rüden Zion (Bes. R. Michl).

Mein Plan sah wie folgt aus:
May sollte am ersten Tag die Jugendanlage laufen und am zweiten Tag das Internationale Derby, wobei ich nicht davon ausging, dass die Hündin sie bestehen würde, denn in den vorangegangenen Trainings war sie bisher immer noch sehr heftig nach dem Vorstehen ins Wild reingezogen und wäre sicherlich auch noch einige Meter hinterhergegangen, wenn ich dies nicht unterbunden hätte.

Akira, die zwar zwischenzeitlich seit zwei Wochen wieder zu Hause bei ihrem Besitzer war, wollte ich im FT solo führen. Ob Madame Gordon nach dieser Zeit auch wieder mit mir zusammenarbeiten würde, würde sich am Prüfungstag herausstellen. Theoretisch konnte die Hündin durchaus die Prüfung bestehen, denn sie ist in ihrer Arbeit die Beständigkeit in Person.

Zion, mein junger Irish Setter Schüler, war an beiden Tagen in der Jugendanlage-Prüfung gemeldet. Hier war ich besonders gespannt, wie die Prüfung mit ihm verlaufen würde, da der junge Rüde in den Trainings immer für Überraschungen gut war.

2018 04 17

Am Samstag (21.04.2018) waren mehr als 60 Hunde gemeldet, am Sonntag (22.04.2018) waren es dann sogar etwas mehr als 70 Hunde im Programm, verteilt auf verschiedene Gruppen wie JAP, Int. Derby solo, Int. Derby couple, FT solo, FT couple. Gordon Setter, English Setter, Irish Setter, Irish Red and White Setter und Pointer ergaben eine bunte Mischung.

Uns erwarteten wie immer traumhaft große Flächen mit aufgegangener Weizensaat, Gras oder Luzerne. In diesem Jahr war der Bewuchs witterungsbedingt innerhalb kürzester Zeit stark gewachsen, so dass einige Felder für die Arbeit mit den Vorstehhunden nicht mehr genutzt werden konnten. Die Wettervorhersage versprach für beide Prüfungstage viel Sonnenschein, blauen Himmel und hohe Temperaturen, wobei letzteres auch nicht gerade ideal für die Feldarbeit mit den Hunden ist.

landschaft thüringen

Am Samstag gab es nur wenig, gar keinen oder drehenden Wind. Das sind immer schwierige Bedingungen für die Hunde. Es fällt ihnen dann häufig schwer, eine systematische Suche zu zeigen und das Wild wie Rebhühner oder Fasane festzumachen bzw. zu finden. In der Nacht auf Sonntag fielen die Temperaturen und morgens lag leichter Nebel auf den Feldern, der allerdings innerhalb kurzer Zeit von der Sonne verdrängt wurde. Die Temperaturen kletterten erneut auf über 25°C, doch zumindest hatte der Wind leicht aufgefrischt.

morgennebel

Für meine Hundetruppe verliefen die beiden Tage folgendermaßen:

Maybe des Quasars

maybe des Quasars

Samstag, Jugendanlageprüfung (GSCD)
May beginnt rasant und zeigt eine sehr großräumige, systematische Suche im besten Stil mit richtigen Wendungen. Ich benötige keine Kommandos, muss sie lediglich davon abhalten, auch noch die übernächste Fläche abzusuchen, damit die Suche nicht zu weit wird. Das klappt vorzüglich und mir hüpft das Herz vor Freude beim Zusehen. May kommt in kurzer Zeit zu einem spannungsvollen, wunderschönen Vorstehen, korrigiert sich nochmals leicht, steht durch, bis ich an sie herantrete. Als das Wild abstreicht, bleibt die Hündin auf leises Kommando stehen und schaut den abfliegenden Rebhühnern hinterher. Ich bin freudig überrascht.
Ergebnis: 1. Vorzüglich, 18 Pkt

Sonntag, Internat. Derby solo
Wir starten auf einem Feld mit hohem Grasbewuchs. May geht erneut weit, systematisch, mit bestem Tempo und im schönen Stil. Mit Hilfe leichter Korrekturen kann ich sie davon überzeugen, immer richtig in den Wind zu wenden. Sie kommt zu einem sehr kurzen, überraschten Vorstehen, die Rebhühner streichen sofort ab; sie war offensichtlich sehr dicht ans Wild gekommen. Ich habe einen Weg von gut 35 Metern zurückzulegen und kann gar nicht fassen, dass May sich selbst bei Schussabgabe keinen Millimeter bewegt, bis ich bei ihr bin und sie anleinen kann.
Ergebnis: 1. Vorzüglich, 17 Pkt

The Field Artists Akira

gordon setter akira

Samstag, FT solo
Hügeliges Gelände, sehr warm, wenig Wind. Wir beginnen mit der Suche in einer Senke, es geht hangaufwärts. Akira startet wie gewohnt überaus systematisch in die Suche, die Schleifen werden im Verlauf des Ganges immer weiter. Sie kommt zu einem ausdrucksstarken, gerissenen Vorstehen und mir ist klar: das Wild befindet sich unmittelbar vor dem Hund, sie hat erst in allerletzter Sekunde Witterung erhalten. Ich trete an den Hund heran, Akira zieht auf Befehl zügig in die Witterung. Recht knapp vor uns gehen Rebhühner raus. Die Hündin wirft mir einen Blick zu der klar signalisiert: die würde ich gern hetzen. Doch glücklicherweise bleibt sie regungslos am Platz. Nach Schussabgabe und dem Anleinen geht es noch einige Minuten weiter in der Suche, dann ist die Prüfung bestanden.
Ergebnis: 1. Vorzüglich, 17 Pkt, CAC

Aufgrund der sommerlich warmen/heißen Temperaturen und angesichts der tollen Platzierung verzichten wir auf einen erneuten Start am Sonntag.

Zion of Wildfire

irish setter

Samstag, Jugendanlageprüfung (GSCD)
Der junge Rüde startet in die Suche und bricht sie nach wenigen kurzen Schleifen ab. Er äugt umher, dann zu den Richtern, dann wieder zu mir. Offensichtlich ist er irritiert, die Ursache lässt sich nicht erkennen. Ich bin nun genauso irritiert wie der Hund und ziehe ihn zurück.

Sonntag, Jugendanlageprüfung (ESCD)
‚Leinen los‘ ist das Charakteristikum dieser Suche. Wir starten auf einer Wiese, die auf beiden Seiten durch einen Graben mit Wasserlauf begrenzt wird. Der junge Rüde zeigt eine vorzügliche Suche mit schönem Sprung in sehr gutem System. Es ist ihm anzusehen, dass er unbedingt finden will. Zion kommt zu einem sehr kurzen knappen Vorstehen und dann sieht er das Wild – in dem Fall einen Fasan - laufen. Da gibt es kein Halten mehr. Als der Fasan aufsteigt, verfolgt der junge Hund ihn ausgiebig, so dass ich enorme Mühe habe, den Jungspund wieder ans Band zu kriegen. Zion bekommt Restzeit, in der er ebenfalls sehr dynamisch und engagiert agiert – wenn auch gänzlich ohne auf meine Kommandos zu achten. Für eine Jugendanlage-Prüfung glücklicherweise nicht entscheidend.
Ergebnis: Sehr gut, 12 Pkt.

Es war ein schönes Wochenende für mich und meine Hundetruppe, gewürzt mit sehr guten Ergebnissen. Diese sind nach den vielen Trainingseinheiten ein toller Saison-Abschluss.

Ergebnisse & Fotos

pdf icon Samstag                      pdf iconSonntag

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